Ein letztes Mal behandeln wir in der Nebenstrecke etwas, was nicht direkt mit unserer aktuellen Route zu tun hat. Heute geht es dabei mal um das Wetter in Aotearoa.

Ein weiser Trainer sagte mal zu mir, Schiedsrichter sind wie das Wetter, du kannst nix machen also nicht drüber aufregen und einfach akzeptieren.

Wetter ist aber umgekehrt manchmal auch wie Schiedsrichter! Manchmal will es Dich ärgern und hat Dich auf dem Kieker und überall wo die Gegner sind, scheint die Sonne, nur bei dir regnet es.

Wir hatten Glück. Der Schiri war ganz klar auf unserer Seite.

Neuseeland ist grün, sehr sehr grün. Wer also meint drei Sommermonate hier zu verbringen und regenlosen Urlaub wie in Griechenland oder Marocco zu haben, hat sich getäuscht. Ein Spaziergang durch den Regenwald kann an 30 Tagen im Jahr trockenen Fußes stattfinden, die anderen 335 Tage regnet es aber nun mal.

Hört man die Kiwis reden, war es ein sehr nasser Sommer! Aber in einigen Regionen wie z.B. in der “Kornkammer” rund um Christchurch war es anfangs viel zu lange trocken. Als wir dort unsere Reise antraten, war es eine Dürrezeit und alle warteten auf den Regen. Dann kam er, der Regen auf der Südinsel – und er blieb. Wir reisten im Uhrzeigersinn und wenn man den Wettervorhersagen glauben darf (was man umgeben von Weltmeeren selten machen sollte) gab es oft nur einen kleinen Landstrich wo es gerade nicht regnete. Und dort waren wir! Oft packten wir Regensachen ein nachdem es jetzt aber wirklich Regen geben sollte, doch fast immer vergeblich.

Anfangs hatten wir in den Catlins zwei verregnete Tage. Dann war es wochenlang sonnig und oft auch wolkenlos. Fjordland, das regenreichste Gebiet der Erde, wir erlebten es tagelang bei Sonnenschein. Die Westküste wo es auch immer schlecht ist….Sonne. Zugegeben wir haben gerade dort das Tempo angezogen weil der Regen uns dicht auf den Fersen war. Abel Tasman und Marlborough Sounds, Sonne.

Und die Nordinsel, Überfahrt nach Wellington, Nebel. Ein paar Tropfen Regen gab es auch aber dann war es wieder trocken und schön. Mt Egmont bei Sonne, Tongariro bei Sonne und dann Taupo, erst Sonne dann doch 2 Tage Regen, aber nur Schauer und Sonne im Mix.

Napier, schön. Hobbiton zumindest trocken. Coromandel erst herrlicher Sonnenschein, dann 1 Tag ganz viel Regen. Also schnell weiter nach Auckland bei Sonne. Bay of Islands, Sonne pur. Kauri Wald – Regen, Regen, Regen. Zum Abschluss also doch noch mal Regen. Und er war hartnäckig. Daher verbrachten wir den zweiten Tag auch im Hotel, denn es kam alles das runter, was vorher über uns stets oben geblieben war. Aber nach 2 1/2 Tagen war auch das vorbei. Die letzten Tage in Auckland werden wieder sonnig!

Drei Monate im “Land der langen weißen Wolke”, wären wir die ersten Maori hier gewesen, der Name wäre uns nicht eingefallen. 8 Tage Regen in der gesamten Zeit, davon nur 5 mit Dauerregen. Und trotzdem alles so grün, das sieht schon fast ein wenig so aus, als hätte da jemand den Schiedsrichter bestochen.

 

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