Die folgenden zwei Tage verbrachten wir mit gemütlichem relaxen in Paihia. Stadt und Strand boten Urlaubsfeeling pur und wenn das Wetter im Winter rund 20 Grad bietet, ist es nur folgerichtig, dass es im Sommer karibisch ist. Allerdings Gott sei Dank nie ganz windstill, sonst wäre es nicht auszuhalten. 

   
   
Wir buchten uns am Camping nahe der Stadt ein, so dass wir zu Fuß alles machen konnten. Da sich unser Abenteuer längst dem Ende neigt, kauften wir schonmal zwei Bilder als Andenken für unser Haus in Münster. Ein Farmers Markt lud ein, Melonen und Brot zu kaufen. Der Stadtstrand war nicht sonderlich legendär aber immerhin mit Rasen und einem tollen Blick in die Bay. 

Nach der Erholungsphase fuhren wir nach Kerikeri, der Ort selber ist wie alle Kleinstädte des Landes – kennst du einen, kennst du alle. Aber das Stone House und daneben das älteste Haus Neuseelands waren sehenswert. In malerischer Landschaft, von liebevoll angelegten Bauerngärten umgeben stehen die beiden Zeitzeugen der noch jungen Geschichte des Landes da und auf der Veranda des süßen Cafés konnte man das schwül-heiße Wetter sehr gut aushalten. 

   
    
 Die anschließende Weiterfahrt brachte uns nach Kawakawa, eben wieder eine dieser schmucklosen Kleinstädte. Doch diese hat eine Besonderheit. Friedensreich Hundertwasser – der bekannte österreichische Künstler – hat hier die letzten Jahre seines Lebens verbracht und der Stadt das gegeben, was jede Stadt im Zentrum braucht und jede Neuseeländische Stadt in der Hauptstraße hat – ein öffentliches Klo. 

    
  Naja und das zeigt auch schon wie es um den Ort bestellt ist, wenn jeder Tourist den Umweg nur wegen diesem, zugegeben schmucken und kunstvollen Örtchen, antritt. Eigentlich wollten wir auf dem hinter dem Gebäude befindlichen Klo-Besucher Parkplatz nächtigen, doch die Atmosphäre und die herumlungernde Dorfjugend hielt uns dann doch davon ab. Das einzige Mal in drei Monaten, dass uns unwohl war bei dem Gedanken an einem Ort zu übernachten. Also zurück nach Paihia, Campingplatz am Meer rausgesucht und den Abend in der Küche verbracht, Routine eben. 

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