Heute besuchten wir die Whangarei Falls, ein Wasserfall neben der gleichnamigen Stadt. Am Parkplatz wurden in der Vergangenheit öfter Camper aufgebrochen, was uns ein mulmiges Gefühl gab. Aber bei Ankunft war das schnell verflogen. Der Parkplatz wurde von Ehrenamtlichen kostenlos bewacht und eine Tube 50er Sonnencreme gab’s für Olivia kostenlos von dem freundlichen Maori obendrauf.
 Olivia schlief diesmal bei Monika in der Trage und so gingen wir zunächst oben über einen Steg wo das Wasser in die Tiefe stürzte und dann die Treppen hinab um den Fall von unten anzusehen. Es ist einer der schönsten in Neuseeland.  

   
 Wir liefen im Anschluss ca. eine Stunde flussabwärts und machten dann eine Runde im Kauriwald, eh wir weiter fuhren zu einem sehr abgelegenen Fleck des Landes, Whananaki. Ein Zwischenstopp am Meer mit Baden natürlich eingeschlossen.

 Der kleine Campingplatz in traumhafter Lage hat an seiner Wasserseite eine echte Attraktion zu bieten. Dort beginnt die längste Fußgänger-Brücke der südlichen Hemisphäre! Wir liefen eine Zeit lang über die nur 60cm breite Brücke aus Holz. Doch das andere Ufer des Meeresarms wollte einfach nicht näher kommen. Also kehrten wir um und genossen einen traumhaften Sonnenuntergang auf der Wiese am Wasser.

   
 Olivia hatte noch eine unheimliche Begegnung, auf der Nachbarwiese stand ein schwarzer Bulle, mächtig anzuschauen, schön und gefährlich. Sein Gebrüll machte Olivia Angst aber immer wieder wollte sie nach dem seltsamen Wesen schauen.

Am nächsten morgen folgten wir dem Tipp der freundlichen Campingplatz-Besitzerin und fuhren noch zu einer geheimen Bucht um die Ecke. Kurz über den Felsen bot sich uns ein toller einsamer Beach. Wir hielten uns etwas auf und starteten nach einer Stärkung Richtung Russell. 

  
Der Weg war spektakulär! Nicht nur das die Old Russell Road teilweise eine enge Schotterpiste mit unzähligen Serpentinen ist, wir hielten auch einmal kurz und besuchten einen besonderen Baum! Der Kauri-Riese ist ein Zwillingsbaum und steht wirklich beeindruckend da.

Am frühen Nachmittag erreichten wir Russell, den kleinen Sehnsuchtsort in der Bay of Islands, dem Südsee Paradies Neuseelands. Die bewegte Vergangenheit des Mini-Ortes merkt man schon bei der ersten Durchfahrt. Fast alle Häuser sind weiß und im viktorianischen Kolonialstil erbaut. Eine hölzerner Kirche die noch Einschusslöcher der Auseinandersetzungen zwischen Maori und Weißen aufweist und eine Strandpromenade mit Hotel und Restaurants. Dazu der Pier als Mittelpunkt und Lebensader des Ortes. 

Wir machten einen Stadtbummel und schauten uns alles an. Dann buchten wir für den nächsten Tag einen Segeltörn auf der Tucker Thompson, einem Zweimaster der durch die Bay kreuzt.  

Abends gingen wir schick essen, in dem Hotel am Platze….äh am Wasser. Mit live Musik aßen wir auf der Terrasse mit tollem Blick. Olivia war ausnahmsweise mal beim essen gehen gut drauf und wusste sich zu benehmen. Der Kellner war sehr zuvorkommend und freundlich, das Essen sicher auch von bester Qualität – nur gemundet hat es uns nicht so sehr. Der Marktfisch des Tages hatte furchterregende Muscheln als Beilage und das Tuna Steak war Monikas Fall leider auch nicht. 

  
Die gute Stimmung kippte dann am Abend leider gänzlich, als Olivia so gar nicht in den Schlaf finden wollte und zu allem Überfluss noch die Kamera runter fiel und das Teleobjektiv – das einzige das wir dabei haben – zerstört wurde.

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